Dillinger Hütte AG

 In der Stahlindustrie sind die Methoden der Simulation bisher eher selten zum Einsatz gekommen. Aktuelle Projekte im Rahmen einer Kooperation mit der Dillinger Hütte GTS haben gezeigt, dass die Methoden der Simulation wichtige Entscheidungshilfen bei der Detailbetrachtung von Produktionsaggregaten und bei der Kapazitätsplanung von Produktionsverbünden sein können.

Das integrierte Hüttenwerk der Dillinger Hütte GTS in Dillingen produziert Grobblech mit ungewöhnlichen Abmessungen und speziellen Eigenschaften für die Herstellung von Bohrinseln, Pipelines, Brückenträgern, Baggerschaufeln, Druckbehältern und Schiffen. 

Im Vorgriff auf eine ganzheitliche Simulation des Hüttenwerks wurde zunächst getestet, inwieweit die Grobblechproduktion in Dillingen trotz ihrer technischen Komplexität einer analytischen Leistungsbewertung auf der Basis mathematischer Warteschlangenmodelle zugänglich ist. Als Simulationswerkzeug wurde dabei der EPOS-Analyzer verwendet, den unsere Arbeitsgruppe gemeinsam mit IBM entwickelt hat.

Als Ergebnis der Simulationsstudie konnte festgestellt werden, dass Modell und Praxis gut übereinstimmen. Die Flaschenhalshierachie enthält alle limitierenden Faktoren und Aggregate, die sich auch im Alltag beobachten lassen. Besonders hervorzuheben ist, dass hohe Bestände im Walzwerk primär durch die erforderlichen Mindestbestände vor den Öfen und die Liegezeiten an den Abkühlenstationen entstehen und weniger durch hohe Auslastungen bedingt sind. 

 

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