Warteschlangensimulator

Der Warteschlangensimulator ist ein freier, plattformunabhängiger, ereignisorientierter, stochastischer Simulator.

Im Simulator können Warteschlangenmodelle in Form von Fließbildern modelliert und anschließend simuliert werden. Während der Simulation kann optional eine Animation der Prozesse in dem Modell dargestellt werden. Im Anschluss an eine Simulation stehen eine Vielzahl an Kenngrößen für die statistische Auswertung zur Verfügung. Der Simulator kann sowohl interaktiv als auch im Kommandozeilenbetrieb verwendet werden. Auch stehen Funktionen zur automatisierten Durchführung von Parameterstudien zur Verfügung.

Programmeigenschaften

  • Großes Modellierungsvermögen (>100 verschiedene Stationstypen)
  • Schnelle Simulation (>100.000 Ankünfte/Sekunde/Kern, mehrkernfähig)
  • Animation der Modelle möglich (inkl. optionaler Aufzeichnung als Video)
  • Statistikerfassung (automatische Erfassung aller Kenngrößen)
  • Flexibel einsetzbar (grafische Oberfläche oder Servermodus, plattformunabhängig)
  • Unterstützung (Online-Hilfe zu allen Stationen und Erklärungen in der Statistik, interaktives Tutorial)
  • Sprachen: Deutsch und Englisch verfügbar
  • Freie Software (Apache 2.0 Lizenz)

Anwendungsgebiete

In allen Produktions- und Logistikprozessen, in denen Unsicherheiten auftreten (unbekannte Ankunftszeiten der Kunden, variable Bedienzeiten, Ausfälle von Ressourcen ...) treten Wartezeiten auf. Je bessere diese Zusammenhänge verstanden sind, desto besser lassen sich unnötige Wartezeiten vermeiden. Wird nur mit Mittelwerten gerechnet, so lassen sich diese Probleme nicht erkennen. Bezogen auf die mittlere Bediendauer reicht die verfügbare Bedienleistung an den Supermarktkassen meist aus - und trotzdem entstehen häufig unerfreuliche Wartezeiten.

Besteht ein Bedienprozess nicht nur aus einer Station, sondern aus einem ganzen Netz inkl. Rückkopplungen und komplexen Verzweigungsregeln - was in vielen Produktionsprozessen den Normalfall darstellt - ist nur auf Basis von statischen Rechnungen überhaupt nicht mehr erkennbar, welche Stationen die eigentlichen Engpässe darstellen. Mit Hilfe eines Simulationsmodells lassen sich die relevanten Eigenschaften eines realen Produktions- oder Logistikprozesses abbilden und am Computer simulieren. Dies beinhaltet sowohl stochastische Bedienzeiten als auch Verzweigungen und vernetzte Prozesse, komplexe Regeln zur Steuerung der Freigabe von Werkstücken, Ressourcen mit variabler Verfügbarkeit (Schichtpläne und auch unerwartete Ausfälle) und Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Stationen.

Änderungen oder Erweiterungen an einem realen Produktionssystem vorzunehmen, ist meist mit hohen Risiken und Kosten verbunden. Mit Hilfe eines Simulationsmodells lassen sich die Auswirkungen von Änderungen an einem System gefahrlos und untersuchen und es lässt sich so eine optimale Steuerungsstrategie ermitteln.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Simulationswissenschaftlichen Zentrums.

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Es wird keinerlei Garantie für die Korrektheit der Ergebnisse der Simulation gewährt. Auch wird für die Auswirkungen möglicher Schlüsse aus den Simulationsergebnissen keinerlei Haftung übernommen.

Kontakt

Dr. Alexander Herzog

Institut für Mathematik
Arbeitsgruppe Stochastische Modelle in den Ingenieurwissenschaften
Raum 115 / Erzstraße 1
38678 Clausthal-Zellerfeld

Telefon: +49 5323 72-2966
Fax: +49 5323 72-2304 (Sekretariat)
E-Mail: alexander.herzog@tu-clausthal.de
 

 

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